VoIP – Telefonieren über Internet
Letztens war ich ja auf der Info-Veranstaltung unseres neuen Dorf-Funk-Providers. Im Anschluss daran hörte ich aus einigen Gesprächen heraus, dass mancher Teilnehmer der falschen Ansicht ist, man müsse seinen VoIP-Vertrag bei seinem Internetanbieter bestellen. Dem ist nicht so! Daher im folgenden einige Tipps und Hinweise rund um VoIP.
- VoIP ist unabhängig vom Internetprovider möglich! Es ist keinesfalls nötig das VoIP-Angebot bei seinem (Funk-)Internetprovider abzuschließen. Man kann sich stattdessen jeden in Deutschland aktiven Anbieter nehmen. Diese sind meist günstiger und man hat beim Wechsel des Internet-Providers keinen Ärger wegen des Telefonanschlusses oder der lieb gewonnenen eigenen Rufnummer. Ähnliches kennt ihr vielleicht schon von E-Mail-Adressen.
- Um seinen Telefonanschluss umzustellen benötigt man entsprechende Hardware (Geräte):
- Entweder man kauft sich gleich VoIP-fähige Telefone oder
- Alternativ kann man auch einen Wandler benutzen, z.B. einen Router mit integrierter VoIP-Anlage und Telefonausgang, wie ihn viele Fritz!Boxen haben -> www.avm.de Einige Speedportrouter von Teletom können das auch.
- Außerdem benötigt man entsprechende Bandbreiten, die nicht unter 1.000 KBit/s in beiden Richtungen liegen sollten. OK, die meisten Quellen hierzu sagen 100 KBit/s aber dann darf man während Telefongesprächen parallel auch keinen weiteren Datenverkehr durch Surfen oder Internetradio mehr verursachen.
- Bei den meisten Providern ist es möglich seine bisherige Rufnummer zu behalten. Hierzu auf gar keinen Fall selbst bei der Telekom kündigen, sonst sind die Nummern verloren! Nach Einrichtung und Test des VoIP-Anschlusses wird beim neuen VoIP-Provider ein Portierungsantrag gestellt. Dieser kündigt dann den Anschluss beim großen T. Eventuelle Vertragslaufzeiten bei der Telekom laufen aber leider bis zum nächst möglichen Kündigungstermin weiter, erst dann werden die Nummern umgezogen. Auch wenn die meisten VoIP-Provider für die Portierung keine Gebühren erheben, will die Telekom für abgegebene Rufnummern Geld sehen. Wenn ich mich recht entsinne waren das bei mir unter 3 Euro pro Rufnummer.
- Vor dem Wechsel zu VoIP sollte man überprüfen, ob man alle benötigten Rufnummern wählen kann. Festnetz und Mobilfunk funktionieren in der Regel meist national wie international, ebenso Notufe. Shared-Kost-Rufnummern mit festen Tarifen über 0180x sind auch meist kein Problem. 0800 und 0700 dürften auch funktionieren. Suchen muss man allerdings Provider, die auch 0900, 032, 0137/8, 01212 und ähnliche können.
- Ein echtes Faxgerät an einen VoIP-Anschluss anzuschließen ist eine Wissenschaft für sich und klappt, soweit ich das verstanden habe, meistens gar nicht. Viele VoIP-Provider bieten hier aber Lösungen an. So können eingehende Faxe beim Provider per E-Mail an den Anschlussinhaber verschickt werden und ausgehende Faxe per Upload an den Provider oder sogar mit einem speziellen Druckertreiber versendet werden.
Weitere Informationen findet ihr im Im IP-Phone-Forum und im dort angeschlossenen Wiki. Eine Providerübersicht gibt es dort ebenfalls.











